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6. Kapitel

~Laras Sicht~

Wow... nun bin ich also ganz allein hierher gefahren. Normalerweise bin ich nur mit meinen Mädels oder mit meinem Freund unterwegs. Doch mein Freund, mit dem ich eigentlich hierher wollte, hat mich abserviert. Einfach so. Und das, wo ich... na ja ich hätte ihn gern geheiratet. Jaja ist vielleicht hochgegriffen aber hey. Das Leben geht weiter. Wie immer. Wenn ich bedenke, was mit meinem Großvater geschehen ist.... besser gesagt zu der ersten Frau, die er heiraten wollte... Ich muss schlucken. Auch, wenn ich diese Geschichte nie live miterlebt habe, liegt sie mir doch schwer im Magen, denn mein Großvater bedeutet mir sehr viel! Leider sehen wir uns selten, denn ich blöde Kuh musste Kalifornien ja unbedingt verlassen und hierher ziehen. Deutschland! Dinslaken! So was. Aber nun wieder zu meinem Tag. Das ist spannender als meine ganze Lebensgeschichte.
Also, nach dem ich heute morgen nach einer unglaublichen von Sex erfüllten Nacht aufwachte, musste mein Liebster mir sagen, dass er nicht mehr kann, nach Bulgarien zieht und überhaupt. Ich soll es nicht so schwer nehmen. Leider nehme ich es schwer, doch das habe ich ihm nicht gesagt und ich werde es auch niemandem sagen. Niemals... Und dann war ich shoppen. Emo-Style hat mich schon immer fasziniert. Und so war ich erst im Centro und dann... da keiner Zeit hatte, bin ich nun hier. Im Alex und trinke ein Berliner Kindl Rot. Für alle Unwissenden: das ist Bier mit Sirup. Und während ich hier so sitze, die Augen immer auf, falls ein gutaussehender Mann hereinschneit, da höre ich ein Wort, das meine Aufmerksamkeit sofort auf mich zieht: DÄMON! Also stehe ich auf und gehe langsam in die Richtung, aus der dieses Wort kam. Dort sitzen fünf sonderbar aussehende Menschen. Na ja, wer weiß, was sie von mir denken. Dreist wie ich bin, setze ich mich auf den einzigen noch freien Platz und schaue die fünf aufmerksam an.
"Ihr wollt fliehen? Wohin? Wenn es um Dämonen geht, ist Flucht unmöglich!" sage ich und trinke einen Schluck aus dem Glas meines Nachbarn zur Linken. Wollen wir doch mal sehen, ob der da was Leckeres hat.
"Milchshake? Du gehst abends aus und trinkst.. Milchshake?" Ich gucke ihn ungläubig an. Er guckt mich an, als würde er gleich anfangen zu heulen. Das wollte ich nicht.
"Hey, sorry, oh nein! Ich kanns verstehen, wenn ihr noch keine 18 seid..." 
Nun guckt er mich empört an, baut sich auf, stemmt die Hand in die Seite und sagt:
"Ich bin schon 19!" 
Ich muss lächeln. Dann reiße ich mich zusammen und beuge mich vor.
"Ihr habt also Probleme mit ein paar Dämonen?" frage ich ernst. Die fünf wechseln unschlüssige Blicke. Vermutlich wissen sie nicht, ob sie mir vertrauen können oder nicht.
"Hatten wir." gibt plötzlich einer von ihnen, blond und langhaarig, zu. Mein Blick wandert zu ihm. Ich weiß nicht, was ich von ihm halten soll aber seine Ehrlichkeit ehrt mich.
"Und wie sah er aus?" 
Die fünf beschreiben es mir, wobei sie in eine wilde Diskussion verfallen und ich am Ende genauso viel weiß wie vorher. Das wird wohl nicht so leicht, wie ich es mir erhofft habe.
"Also schön. Aus euren ehm... Schilderungen würde ich sagen, dass es keine Shtriga ist."
Nun gucken sie mich doof an.
"Was ist eine Shtriga?" fragt der, der neben mir sitzt, schüchtern.
"Na ja, eine Hexe, die nachts in die Kinderzimmer einbricht und die Kinder... na ja.. wie soll ich sagen? Aussaugt und am Morgen sind sie tot. Mein Großonkel hat meinen Großvater vor einer gerettet, jaja!" Stolz grinse ich sie an.
"Wow. Denkst du dir das auch nicht einfach nur aus?" fragt mich einer der Dunkelhaarigen. 
Ich versehe ihn mit einem vernichtenden Blick.
"Meinst du, es hat etwas mit dem Stern zu tun?" fragt der eine Blonde von vorhin.
"Ein Stern?" Mannomann. Irgendwie ist es dämlich fünf namenlose Gesichter vor sich zu haben.
"Jaah. Shin hat ihn von einer blonden gutaussehenden Frau bekommen und dann.. kurz darauf BÄM! Wurde Yu von dem Biest angegriffen." erklärt mir der Kleine neben mir mit jeder Menge Körpereinsatz.
"Also.. wer ist Yu und wer ist Shin und wer ist der Rest von euch?"
"Ich bin Strify. Das sind Shin, Yu, Kiro und Luminor." sagte Strify. 
Ich schaue von einem zum anderen. Ich glaube, sie denken, dass ich gerade durch Blickkontakt versuche, herauszufinden, warum ausgerechnet Yu angegriffen wurde und warum Shin diesen Stern bekommen hat. Ich kann zwar viel aber das... liegt außerhalb meines Horizonts.
"Habt ihr den Stern bei?" frage ich. Shin holt ihn aus seiner Tasche und hält ihn kurz hoch, bevor er ihn wieder in seiner Tasche verschwinden lässt.
Ich grinse.
"Erstens ist die blonde Frau eine Lüge und zweitens... liegt der Angriff an dem Stern." Die fünf gucken mich mit riesengroßen Augen an. Oh Mann, hoffentlich fallen sie nicht raus. 
"Ich will ihn nicht mehr! Hier Strify!" Panisch schmeißt Shin Strify den Stern in den Schoss.
"Denkst du ich? Luminor, alles Gute zum Geburtstag!"
"Frohe Weihnachten!" Yu bekommt den Anhänger mitten ins Gesicht und guckt verdattert, bevor er den Stern liebevoll in Kiros Shake wirft.
Ich sitze da und verzweifele. Mein Inneres ruft: "NEIIIIN! Hilfe! Komm und reeeette mich!" Dann atme ich tief durch und ziehe den Stern an der Kette wieder aus dem Glas heraus. Er ist weder nass noch mit Milch eingesaut.
"Leute! Dieser Stern ist etwas GUTES." Auf dem letzten Wort liegt eine besondere Betonung und ich rede mit einer Ruhe, von der ich mich frage, wo sie herkommt.
"Etwas Gutes? Das Biest wollte mich TÖTEN und DU findest das GUT???" Yu scheint von dem Ereignis tief schockiert.
"Ja. Schon." sage ich.
"Danke. Püüh." Nun ist er beleidigt. Aber das ist mir egal. Mein Jägerinstinkt ist in mir erwacht. Am liebsten würde ich sofort aufspringen und dem Drecksack von Dämon das Handwerk legen. Meine Augen leuchten. Das merken die fünf, denn sie werden ganz ruhig und sehen mich an wie fünf kleine Kindergartenkinder.
"Und was sollen wir nun tun?" fragt Strify misstrauisch.
"Wir? Ihr werdet gegen die Dämonen kämpfen und iiiich gehe nach Hause. Ihr habt den Stern. Das heißt, es ist euer Ding. Ihr habt die Macht. Ich nicht. Ich bin nur ein armes unschuldiges Mädchen." sage ich mit einem unschuldigen Augenaufschlag. Die fünf gucken wie Autos.
Den Moment nutze ich und stehe auf.
"Hey, Moment, warte mal! Wir sind Cinema Bizarre uns lässt man nicht einfach so sitzen!" sagt Yu.
"Nicht? Ich schon! Bye, Jungs. Viel Glück!" 
Schon bin ich aus dem Laden raus und atme die frische Nachtluft. Oh ja, es riecht nach Abenteuer. Doch es ist nicht meines. Ich habe nie die großen Abenteuer erleben dürfen, wie meine Vorfahren. Für mich war nie ein Abenteuer bestimmt. Ich heiße ja nicht Buffy sondern nur Lara. Lara Winchester. Geboren in Los Angeles. Und wo bin ich gelandet??? In Deutschland. Oh Mann, ich hasse Deutschland! Und ich... wurde brutal umgesprungen!
"Hallo??? Geht's noch?" Erregt springe ich auf und klopfe mir den Dreck von meinen Sachen.
"Bitte." sagt Kiro und grinst mir zu. Eigentlich der typische Beste-Freund-Typ. Vollkommen bekloppt aber einfach zum Knuddeln. 
"Ich glaube, wir haben dich nicht zufällig getroffen." sagt Shin.
"Nicht?" frage ich zurück. Doch, doch, doch.
"Ehm... du hast uns beklaut." merkt Yu plötzlich schüchtern an. Oh... ehm jaa... irgendwie hach dieser Stern! Allein das Gefühl, etwas Mystisches in der Hand zu halten löst in mir ein Gefühl aus, das besser ist als jeder Orgasmus. Oh ehm, hab ich nie gesagt.
"Sorry, wollte ich nicht." sage ich zerknirscht, beiße mir auf die Unterlippe und reiche Shin seinen Stern.
"Und was soll ich nun damit?"
"Na ja... der alte Mann, im übrigen Bobby Singer, wie ich vermute.. hat ihn dir nicht zufällig gegeben."
"Ein alter MANN?" Strify und der Rest grinsen Shin von der Seite an. Tja. Wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen. Kann ich ein Lied von singen. Und sie hören mich ja auch nicht. 
Shin sieht so aus, als könne er gerade ein Erdloch gut gebrauchen. 
"Hey, wenn du weißt, wie du es benutzt, kannst du dich locker verschwinden lassen... wenn du Glück hast. Die Fähigkeiten dieses Schmuckstückes sind umstritten, Schatzi."
"Sie nennt mich Schatzi!" sagt Shin kleinlaut und versteckt sich hinter Luminor, der neben ihm steht.
"Fähigkeiten? Es ist nur ein... silberner Stern. Der mir im übrigen gut stehen würde!" sagt Strify.
"Voll nicht." erwidere ich nüchtern. Er guckt mich an, als hätte ich gesagt, er soll sterben gehen. Und wenn er so eingebildet oder... "cool" ist, soll er sich wegen dem Echo nicht wundern.
Wow, wenn ich nachdenke, dass ich heute morgen noch... relativ traurig war, so bin ich nun eigentlich total.. cool.
"Und nun?"
"Seid ihr demnächst in der Nähe von Dinslaken?" frage ich.
"In Voerde, ja." erwidert Yu.
"Okay. Viel Spaß. Wenn was ist. Meldet euch."
"Wir haben keine Nummer von dir!"
"Das ist gar nicht weiter schlimm." Ich grinse sie an.
"Komm, wir gehen!" Angenervt zieht Luminor Yu weg. Endlich habe ich erreicht, was ich wollte. Ein Abenteuer ja, aber diese Typen dabei, die vermutlich nicht mal wissen, wo ihre eigene Hand ist... NEIN!       

2.10.07 20:58
 


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