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25. Kapitel

~Luminors Sicht~

Nun sitzen wir hier also fest. Unser Wagen ist uns geklaut worden. Wie nett...
"Was tun wir denn jetzt?", fragt Kiro aufgebracht. Mir fällt mal ganz nebenbei auf, dass dieser Satz ständig in dieser Geschichte vorkommt, was sicher daran liegt, dass wir einfach meistens alle ziemlich ratlos sind. Wie auch dieses mal. Alle starren so vor sich hin. Muss ich jetzt wieder die rettende Lösung haben?
"Ich schlage vor, dass wir vielleicht erst mal wieder zur Straße gehen.", sage ich. Die Idee finde ich gut. Hier in der Wildniss wird uns sicher niemand, der uns helfen könnte, und dies auch will, sehen. Nur Leute, die uns was schlechtes wollen... Und die Holzhütte, die wir gefunden haben, lädt auch nicht gerade dazu ein, eine Nacht dort zu verbringen... "Ich finde die Idee gut, aber aus welcher Richtung sind wir denn gekommen?", fragt Lara und guckt von einem zum anderen. Und wieder sind alle ratlos. Dass Lara das nicht weiß, ist ja klar, denn sie hat ja die ganze Zeit geschlafen. Aber das die anderen auch keine Ahnung haben, erschüttert mich. Zumindest Yu sollte sich nun zu Wort melden, tut er aber irgendwie nicht...
Ich seufze und zeige mit dem Zeigefinger in die Richtung, aus der wir gekommen sind. Kiro ist sofort wieder guter Dinge.
"Lumi, wenn wir dich nicht hätten.", sagt er und strahlt wie ein Honigkuchenpferd. Ich kann mir sehr gut ausmalen, was passieren würde, wenn ich nicht mehr da wäre... Lara müsste die Bande von pupertären Brüllaffen alleine zusammenhalten, was schon zu zweit irre schwierig ist, alleine aber wahrscheinlich noch schwerer. Das würde ich Lara, glaube ich, auch nicht antun. Die Arme. Die ist auch schon so gestraft genug, weil sie mit Strify zusammen ist, dem größten Chaoten, den ich kenne...
Wir machen uns also mal auf den Weg und gehen in Richtung Straße... Es dauert eine halbe Ewigkeit, bis wir wieder an der Straße angekommen sind. Ich habe gar nicht gemerkt, dass wir so lange gefahren sind...
"Na endlich.", stöhnt Strify.
"Und nun?", fragt Kiro, der schon wieder ganz ratlos in der Gegend herum guckt. Die anderen sehen von Lara zu mir, als erhofften sie von einem von uns die Lösung. Mal wieder. Langsam wird das doof....
"Ich bin dafür, dass wir einfach die Straße entlang laufen und hoffen, dass ein Auto kommt und uns mitnimmt.", meint Lara und gähnt herzhaft.
Gesagt, getan. Wir machen uns auf den Weg und laufen... und laufen und laufen und laufen. Langsam wird es wieder dunkel, aber uns ist noch immer kein Auto entgegen gekommen. Das nennt man dann in der Umgangsprache: Pech.
"Ich kann nicht mehr.", jammert Kiro.
"Dann lass dich von Yu tragen.", sagt Strify, der auch nur noch langsam geht, während Nina total motiviert weiter läuft.
"Yu, trag mich.", sagt Kiro und bleibt einfach stehen.
"Pff... Ich bin doch kein Pferd.", meint Yu und verschrängt beleidigt die Arme vor der Brust.
"Dann bleibe ich hier!", sagt Kiro und wirft den Kopf in den Nacken.
"Oke... Tschühüs.", sagt Yu und maschiert weiter.
"Du bist gemeiiiin.", jammert Kiro und setzt sich abrupt auf den Boden und schmollt. Die andern haben mittlerweile auch angehalten, sogar Nina, die ja eigentlich total motiviert ist...
"Kiro, jetzt hab dich nicht so, steh auf, ich will heute noch irgendwo ankommen.", sagt Lara bestimmt. Aber Kiro schmollt weiter, während wir anderen im Kreis um ihn herum stehen und ihn flehend ansehen. Aber Kiro will sich einfach nicht bewegen. Entweder, einer erklärt sich nun auf der Stelle bereit, ihn zu tragen, oder wir stehen noch Morgen und Übermorgen und vielleicht sogar noch in einem Jahr hier...
Wieder muss ich seufzen. Bleibt denn heute alles an mir hängen?
"Komm her, du Wurtzelgnom.", sage ich und Kiro springt freudig auf. Ich nehme ihn Huckepack und schon kann es auch weiter gehen. Zum Glück ist Kiro ein Fliegengewicht...
Wir laufen und laufen und laufen. Es ist mittlerweile dunkel geworden. Kiro ist auf meinen Rücken eingeschlafen - na super. Wenn ich da morgen keine Rückenschmerzen habe, fresse ich einen Besen, sollte ich denn einen finden.
Plötzlich erhellt etwas die Straße... Nein, ich kann es kaum fassen. Ein Auto. Wir sind gerettet...
Strify springt sofort auf die Straße und wedelt mit den Händen... Der Van bleibt stehen und ein Mädchen steigt aus.
Shin fängt plötzlich an zu kreischen. Alle gucken ihn an.
"Jyro!", ruft das Mädchen und fällt Shin um den Hals, woraufhin Miyu sie vernichtend ansieht.
Aus dem Van steigt ein Junge aus und guckt blöd drein...
"Jyro, es tut uns sooo leid. Wir haben nicht mehr an dich gedacht. Wir haben einfach vergessen, dass du noch da bist und sind losgefahren. Und als uns dann mal aufgefallen ist, dass du nicht mehr da bist, sind wir zurück gefahren, aber du warst nicht mehr da...", plappert das Mädchen los. Wie kann man denn bitte seine Freunde auf einem Parkplatz vergessen? So was habe ich ja noch nie gehört... Wobei ich sagen muss; Strify würde ich auch gerne mal vergessen, aber das habt ihr jetzt nicht gehört...
"Ähm... Ja schön und gut, können wir mit fahren?", fragt Strify...
Andrew sieht in an.
"Das wird wohl etwas eng.", sagt er nachdenklich. Keiner sagt etwas dazu...
"Oke, steigt ein.", meint dann das Mädchen und schon stopfen wir uns irgendwie in den kleinen Van. Das ist wirklich ziemlich eng. Wir brauchen unbedingt wieder einen Bus. Aber diesmal bitte mit Ersatzreifen...

21.10.07 15:50
 


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