Startseite
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 

Webnews



http://myblog.de/daemonenjaegerinnen

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
24. Kapitel

~Laras Sicht~

Ich bin am Meer. Die Sonne scheint warm auf meine Haut. Nach einem langen Tag voller gutaussehender Surfer, die es aber nur anzuschmachten und nicht anzusprechen gilt, da sie meistens strohdoof sind, versinkt die Sonne am Horizont. Langsam taucht sie den Himmel in ein schönes Rot. Ich bin vollkommen entspannt und befreit. Eine kühle Meeresbrise weht mir ins Gesicht und ich bin frei. Einfach frei. Kein Mensch zu sehen, der mich in meinem Frieden auf meiner Decke im Einklang mit der Natur stören kann. Nicht hier. Hier kommt nie jemand her. Keiner außer mir kennt diese Bucht. Sie liegt versteckt und wer sich nicht gern auf Klettertouren durch irgendwelches Gestrüpp einlässt, der hat schlechte Karten sie jemals zu finden.. meine Insel der Ruhe...

Wo zur Hölle bin ich? Oh nein! Deprimiert stelle ich fest, dass ich immer noch im Bus sitze. Alleine! Alleine?! Hey, auf der einen Seite kein schlechtes Wort. Doch, wo sind die anderen Mitfahrer? Und der Fahrer und das laufende Navigationschaos?! Ach verdammt, jetzt muss ich auch noch aufstehen. Keine Lust. Ich mag nicht mehr. Ich steige aus. Also nicht aus dem Auto, sondern, aus der ganzen Sache hier. Sie schaffen es schon allein! Ich will nach Kalifornien zurück! Sonne... Strand.. Meer... Ich recke und strecke mich genüsslich und beschließe, doch mal nach den Anderen zu sehen. Draußen scheint die Sonne hell und klar. Und wir stehen mitten auf einer.. Wiese??? Wie kommen wir denn bitte hierher? Wo ist die Straße? Irgendwo im Hintergrund rauscht ein Fluss. Von den Jungs und Mädels nichts zu sehen. Der Schlüssel vom Auto liegt noch auf dem Fahrersitz. Toll. Mich hätten sie klauen dürfen, oder wie? Danke! Ich schließe das Auto ab und stelle fest, dass der Vorderreifen komplett unbrauchbar ist. Na, mir soll es Recht sein. Vermutlich sind sie auf dem Weg zu einer Tankstelle oder ähnliches. Mich zieht das Wasser an. Ich brauche Wasser um mich rum. Ich habe zwar panische Angst vor dem Ertrinken, seitdem ich einmal fast ertrunken wäre, aber Wasser ist nun einmal mein Element. Komme, was da wolle. Ich setze mich auf einen Felsen und spiele an dem Schlüssel rum. Das Leben ist schon komisch, oder? Müsste ich mich nicht "freuen", weil in meinem Leben aufregende Dinge passieren, von denen andere nur träumen können? Nein, ich komme nach Sam. Ich brauche etwas Normalität in meinem Leben. Doch woher nehmen und nicht stehlen? Im übrigen...
"Laaaaraaaaaaaaa!"
Kiro springt auf mich drauf, ich verliere das Gleichgewicht und wir beide landen im Fluss. Jetzt bin ich wach. Denn das Wasser ist eiskalt, da die Sonne nicht durch das dichte Blätterdach.
"Danke, Kiro."
"Kein Thema. Jederzeit wieder.", sagt er und steht auf und klettert neben dem Felsen wieder hoch. Ich folge ihm. Ich bin nass! Manno! Das heißt, ich darf mich mitten in einem Wald, der schon nach Mörder schreit, trotz des Flußes und so weiter umziehen. Prima. Genau das brauche ich jetzt. Ich will wieder schlafen! Ich heul gleich. Kiro sieht das ganz locker.
"Ich hab sie!", ruft er den anderen fröhlich zu, die in unsere Richtung kommen.
"Wieso bist du nass?", fragt Nina misstrauisch.
"Ich habe sie angesprungen, weil ich mich gefreut hab, dass sie noch lebt und dann sind wir ins Wasser gefallen.", sagt er. Der hat auch keinen Vertrag mit gar nichts. Wenn irgendjemand eifersüchtig wird, habe ich nichts damit zu tun. Ich habe nicht darum gebeten, angesprungen zu werden.
"Wo ward ihr?", frage ich.
"Wir waren uns umsehen. Ob man hier irgendwie übernachten kann. Dort hinten steht eine alte Holzhütte.", berichtet Luminor, während wir wieder Richtung Wagen gehen. Horrorfilmcharakter! Ich wusste es. Wie gut, dass ich den Schlüssel habe und mir gleich trockene Sachen anziehen kann! ... Moment mal! Der Schlüssel! Schnell renn ich zurück zum Felsen und suche diesen vermaledeiten Schlüssel. Auf dem Felsen ist nichts. Also springe ich, wenn ich eh schon nass bin, mal ins Wasser. Doch dort ist nichts. Wie wild durchwühle ich den Schlamm und stehe schließlich bis zum Bauch im Wasser. Nichts. Scheiße!!! Frustriert fahre ich mir durch die Haare und weiß nicht weiter. Ich bin schuldig, schuldig, schuldig! Wir kommen nicht mehr ins unser Auto und zu allem Überfluss sind wir nicht alleine! Strify, Taschi und Miyu, die mir gefolgt sind, stehen am Ufer und gucken mich verwirrt an. Doch bevor ich auspacken muss, sehen wir, wie unser Bus in der Ferne davon fährt... Er fährt?? Mit dem platten Reifen? Die gleiche Frage scheinen sich die am Ufer Stehenden auch zu stellen. Ihre Köpfe wandten sich um, als das Geräusch des startenden Motors ertönte.
"Lasst mich einfach nur hier sterben, okay?", sage ich. Nun ist alles vorbei. Alles. Wir kommen hier nicht weg, wie ich die Vollidioten kenne, laufen sie garantiert in die Richtung des Mörders. Und ich will nicht ermordet werden! Da sterbe ich lieber auf Eigenverantwortung...
"Ehm.. wie konnte der Wagen denn nun fahren?", fragt Strify.
"Entweder durch Magie oder der Mensch, dem du den Ersatzreifen verkauft hast, ist zufällig vorbeigekommen.", sagt Miyu trocken.
"Du hast was?", frage ich irritiert, während ich mich mit meinen triefenden Klamotten zum zweiten Mal den kleinen Abhang hoch hieve.
"Jaah, ist ja schon gut! Hackt alle auf mir rum!", sagt Strify und will gleich wieder schmollen.
"Was wolltest du denn schon wieder im Wasser?", fragt Taschi.
"Ich habe den Schlüssel verloren. Ich hab den Wagen abgeschlossen, dann habe ich damit rumgespielt und dann habe ich beim Fallen wohl irgendwo verloren. Leider war jemand schneller als ich und dieser Jemand ist nun mit unserem Fahrzeug davon gebraust bzw. hat ihn jemand anderem überlassen und rennt noch hier rum und trachtet uns nach dem Leben."
Langsam gehe ich an ihnen vorbei, dem Rest der Gruppe entgegen. Das wird ein hartes Stück Arbeit. Ich will einfach nicht mehr! Aber ich muss und ich sollte und ach... In dem Moment knackt etwas unüberhörbar im Gebüsch! 

21.10.07 14:47
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung