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27. Kapitel

~Shins Sicht~

Was soll ich erzählen? Es gibt nichts zu erzählen. Wir sitzen hier in dem Haus - wohl eher Häuschen - von Marilena und Andrew. Ich bin erschüttert, dass sie ein Haus haben, ohne dass ich es wusste. Das finde ich irgendwie gemein. Aber ich gehe auch etwas unter in dieser Geschichte. Zumindest sagt Lara das. Sie meint, alle wären mal wieder egoistisch und keiner denkt daran, die Welt zu retten. Denn irgendwie müssen wir mein 'böses Ich' vernichten. Aber keiner weiß, wie. Und keiner macht sich richtig Gedanken darüber, sagt zumindest Lara, die gerade in diesem Augenblick über einem Buch gebeugt ist, und liest.
Miyu, für die ich viel empfinde, auch wenn ich nicht genau weiß, warum, denn ich kann mich noch immer nicht an alles erinnern, sitzt neben Lara und guckt ebenfalls in das große Buch.
Plötzlich klingelt ein Handy und ich zucke erschrocken zusammen.
Lara kramt ihr Handy aus der Tasche und geht ran.
"Hallo?", fragt sie.
"Oh... Hallo Grandpa... Was? Wie? Ich verstehe dich nicht... Sag das noch mal, bitte? Wa... ?", sagt sie...
Und dann... Guckt sie verwirrt ihr Handy an.
"Die Verbindung war schwach. Und nun ist Sam weg.", sagt sie und guckt zu Miyu, die sie neugierig ansieht.
"Was wollte er?", fragt sie.
"Ich weiß nicht. Ich konnte ihn nicht richtig verstehen. Die Verbindung war doch so schlecht.", mault Lara.
So geht das eine Weile weiter und ich gucke ihnen zu, bis Marilena zurück kommt, die einkaufen war. Aber sie ist nicht alleine. Strify ist neben ihr, trägt die Taschen und Marilena hat sich bei ihm eingehackt. Ich glaube, das wird nicht gut gehen, denn Lara ist ziemlich eifersüchtig, so wie ich sie im Moment einschätze. Ich bekomme ja trotzdem eine ganze Menge mit, auch wenn ich mich nicht mehr erinnere, was gewesen ist...
Lara guckt auch schon ziemlich sauer, aber sie sagt nichts.
Beim Essen wird es allerdings schlimmer. Marilena macht Strify ganz eindeutig an. Sie sagt zuckersüße Dinge zu ihm und klebt an ihr, wie eine Klette.
Das regt Lara auf, aber noch immer sagt Lara nichts... Erst, als es Abend wird und Marilena noch immer nicht von Strify ablässt, rastet Lara vollkommen aus.
"WAS SOLL DAS DENN BITTE? ERST SCHLEIMST DU DICH BEI MIR EIN UND DANN... DANN MACHST DU DICH AN MEINEN FREUND.", brüllt sie Marilena an.
Marilena guckt blöd aus der Wäsche. Ich glaube, sie hat nicht gewusst, das Strify eine Freundin hat. Und Strify ist an der ganzen Sache ja auch nicht ganz unschuldig. Er hätte ja auch einfach sagen können, dass er eine Freundin hat, hat das aber wohl nicht für nötig gehalten...
"Strify ist MEIN Freund, und den geb ich auch nicht so schnell wieder her! Ich habe ihn geküsst, als er ein Dämon war! Er ist meins.", schreit Lara.
Marilena sagt noch immer nichts. Alle starren Lara an... Sie guckt in die Runde, bevor sie aus dem Haus rennt. Strify rennt ihr nach.
So... Das wars von meiner Seite aus...
Bis zum nächsten Mal...

24.10.07 18:39


26. Kapitel

~Strifys Sicht~

Nun sitzen wir alle ziemlich eng im Van dieser komischen Leute und setzen uns in Bewegung. Wir haben nichts mehr! Außer ein paar Münzen, Laras MP3-Player und Handy. Woher sollten wir wissen, dass sie wach wird oder gar, dass der Wagen verschwindet? Unglaublich das Ganze! Und immer passiert es mir! Ich sollte mir definitiv neue Freunde suchen!
"Irgendwie kommst du mir bekannt vor!" sagt diese Marilena und schaut während des Fahrens in den Rückspiegel. Uuuuh, sie meint mich!
"Na ja, wir sind nun mal eine Band und..." fange ich locker an. Fans! Sie sind toll!
"Nicht du! Sie!" sagt sie und deutet auf Lara. Lara?? Manno! Mich hat schon soooo lange niemand erkannt und dann, hier, mitten im tiefsten Irland wird sie erkannt!
"Ich? Wieso denn ich?" fragt Lara und guckt verwirrt. Anscheinend hat sie sich nicht angesprochen gefühlt.
"Aaaaaaaaaaaaaaaaaaah." entfährt es Marilena und sie drückt auf die Bremse. Große Aufruhr! Sie dreht sich um und guckt Lara an wie das achte Weltwunder.
"Du bist doch.. Lara, Lara Winchester! Die aus meiner Lieblingsserie! Du bist ehm warst meine Lieblingsfigur! Aber wieso haben sie deinen Tod so abrupt gemacht? Ohne Szene und Geschichte! Du warst einfach tot! Und alle traurig! Inklusive Mel!" sagt sie aufgeregt. Ach du liebes Bisschen! Jetzt geht es hier aber los! Mel ist übrigens der Typ, der in dieser Serie, dessen Titel sich kein Mensch merken kann (ich zumindest nicht... ich bin ein miserabeler Freund, ich weiß!) und der laut Drehbuch mit ihr zusammen kommen sollte! Also hat diese ganze Dämonenkiste wohl noch was Gutes! Kein Fremder steigt mit meiner Freundin in die Kiste! Ha! Da wäre ich sogar im Fernsehen gegen. Aber jetzt bin ich erst mal gespannt, was sie sagen wird.
"Familienangelegenheit sozusagen. Aber danke, dass du mich informierst, wie es weitergeht. Jetzt bin ich also arbeitslos!" sagt Lara und klatscht in die Hände. Ihr Gesicht sieht alles Andere als fröhlich aus.
"Egal! Du findest etwas Besseres! Menschen wie du haben nur das Beste verdient!" sagt Marilena und macht keine Anstalten, weiter zu fahren.
"Alle Menschen haben nur das Beste verdient." erwidert Lara. Sozial, wie immer. Oder fast immer.
"Und was führt dich hierher? Meinst du, es ist Schicksal, dass wir uns getroffen haben? Was hörst du für Musik?" fragt Marilena aufgeregt weiter. 
Können wir nicht mal weiterfahren?! Es ist eng! Ich mag nicht gern von Lara und Yu zerquetscht werden!
"Tust du mir einen Gefallen?", fragt Lara.
"Klar. JEDEN!"  
"Fahr weiter und ich plaudere aus dem Nähkästchen."
Der Deal funktioniert und schon fahren wir weiter.
"Wenn du Musik willst, hier." sagt Lara und reicht ihr den MP3-Player. Andrew nimmt so eine Kassete aus dem Handschuhfach, schließt den MP3-Player an und stopft die Kassette ins Kassettenfach.
"Was ist denn da so drauf?", fragt Kiro neugierig.
"Weiß ich nicht. Ewig nicht mehr gehört." sagt Lara.
Es ertönt doch allen Ernstes Yellowcard - Ocean Avenue.
Dann labern die Mädels weiter über Musik. Und wir fahren. Und sie nehmen uns bei sich auf. In ihr kleines Häuschen. So viel wisst ihr nun. Viele viele Stunden später sind wir da und steigen aus
(Kurzversion wegen Supernatural =D)

22.10.07 20:16


25. Kapitel

~Luminors Sicht~

Nun sitzen wir hier also fest. Unser Wagen ist uns geklaut worden. Wie nett...
"Was tun wir denn jetzt?", fragt Kiro aufgebracht. Mir fällt mal ganz nebenbei auf, dass dieser Satz ständig in dieser Geschichte vorkommt, was sicher daran liegt, dass wir einfach meistens alle ziemlich ratlos sind. Wie auch dieses mal. Alle starren so vor sich hin. Muss ich jetzt wieder die rettende Lösung haben?
"Ich schlage vor, dass wir vielleicht erst mal wieder zur Straße gehen.", sage ich. Die Idee finde ich gut. Hier in der Wildniss wird uns sicher niemand, der uns helfen könnte, und dies auch will, sehen. Nur Leute, die uns was schlechtes wollen... Und die Holzhütte, die wir gefunden haben, lädt auch nicht gerade dazu ein, eine Nacht dort zu verbringen... "Ich finde die Idee gut, aber aus welcher Richtung sind wir denn gekommen?", fragt Lara und guckt von einem zum anderen. Und wieder sind alle ratlos. Dass Lara das nicht weiß, ist ja klar, denn sie hat ja die ganze Zeit geschlafen. Aber das die anderen auch keine Ahnung haben, erschüttert mich. Zumindest Yu sollte sich nun zu Wort melden, tut er aber irgendwie nicht...
Ich seufze und zeige mit dem Zeigefinger in die Richtung, aus der wir gekommen sind. Kiro ist sofort wieder guter Dinge.
"Lumi, wenn wir dich nicht hätten.", sagt er und strahlt wie ein Honigkuchenpferd. Ich kann mir sehr gut ausmalen, was passieren würde, wenn ich nicht mehr da wäre... Lara müsste die Bande von pupertären Brüllaffen alleine zusammenhalten, was schon zu zweit irre schwierig ist, alleine aber wahrscheinlich noch schwerer. Das würde ich Lara, glaube ich, auch nicht antun. Die Arme. Die ist auch schon so gestraft genug, weil sie mit Strify zusammen ist, dem größten Chaoten, den ich kenne...
Wir machen uns also mal auf den Weg und gehen in Richtung Straße... Es dauert eine halbe Ewigkeit, bis wir wieder an der Straße angekommen sind. Ich habe gar nicht gemerkt, dass wir so lange gefahren sind...
"Na endlich.", stöhnt Strify.
"Und nun?", fragt Kiro, der schon wieder ganz ratlos in der Gegend herum guckt. Die anderen sehen von Lara zu mir, als erhofften sie von einem von uns die Lösung. Mal wieder. Langsam wird das doof....
"Ich bin dafür, dass wir einfach die Straße entlang laufen und hoffen, dass ein Auto kommt und uns mitnimmt.", meint Lara und gähnt herzhaft.
Gesagt, getan. Wir machen uns auf den Weg und laufen... und laufen und laufen und laufen. Langsam wird es wieder dunkel, aber uns ist noch immer kein Auto entgegen gekommen. Das nennt man dann in der Umgangsprache: Pech.
"Ich kann nicht mehr.", jammert Kiro.
"Dann lass dich von Yu tragen.", sagt Strify, der auch nur noch langsam geht, während Nina total motiviert weiter läuft.
"Yu, trag mich.", sagt Kiro und bleibt einfach stehen.
"Pff... Ich bin doch kein Pferd.", meint Yu und verschrängt beleidigt die Arme vor der Brust.
"Dann bleibe ich hier!", sagt Kiro und wirft den Kopf in den Nacken.
"Oke... Tschühüs.", sagt Yu und maschiert weiter.
"Du bist gemeiiiin.", jammert Kiro und setzt sich abrupt auf den Boden und schmollt. Die andern haben mittlerweile auch angehalten, sogar Nina, die ja eigentlich total motiviert ist...
"Kiro, jetzt hab dich nicht so, steh auf, ich will heute noch irgendwo ankommen.", sagt Lara bestimmt. Aber Kiro schmollt weiter, während wir anderen im Kreis um ihn herum stehen und ihn flehend ansehen. Aber Kiro will sich einfach nicht bewegen. Entweder, einer erklärt sich nun auf der Stelle bereit, ihn zu tragen, oder wir stehen noch Morgen und Übermorgen und vielleicht sogar noch in einem Jahr hier...
Wieder muss ich seufzen. Bleibt denn heute alles an mir hängen?
"Komm her, du Wurtzelgnom.", sage ich und Kiro springt freudig auf. Ich nehme ihn Huckepack und schon kann es auch weiter gehen. Zum Glück ist Kiro ein Fliegengewicht...
Wir laufen und laufen und laufen. Es ist mittlerweile dunkel geworden. Kiro ist auf meinen Rücken eingeschlafen - na super. Wenn ich da morgen keine Rückenschmerzen habe, fresse ich einen Besen, sollte ich denn einen finden.
Plötzlich erhellt etwas die Straße... Nein, ich kann es kaum fassen. Ein Auto. Wir sind gerettet...
Strify springt sofort auf die Straße und wedelt mit den Händen... Der Van bleibt stehen und ein Mädchen steigt aus.
Shin fängt plötzlich an zu kreischen. Alle gucken ihn an.
"Jyro!", ruft das Mädchen und fällt Shin um den Hals, woraufhin Miyu sie vernichtend ansieht.
Aus dem Van steigt ein Junge aus und guckt blöd drein...
"Jyro, es tut uns sooo leid. Wir haben nicht mehr an dich gedacht. Wir haben einfach vergessen, dass du noch da bist und sind losgefahren. Und als uns dann mal aufgefallen ist, dass du nicht mehr da bist, sind wir zurück gefahren, aber du warst nicht mehr da...", plappert das Mädchen los. Wie kann man denn bitte seine Freunde auf einem Parkplatz vergessen? So was habe ich ja noch nie gehört... Wobei ich sagen muss; Strify würde ich auch gerne mal vergessen, aber das habt ihr jetzt nicht gehört...
"Ähm... Ja schön und gut, können wir mit fahren?", fragt Strify...
Andrew sieht in an.
"Das wird wohl etwas eng.", sagt er nachdenklich. Keiner sagt etwas dazu...
"Oke, steigt ein.", meint dann das Mädchen und schon stopfen wir uns irgendwie in den kleinen Van. Das ist wirklich ziemlich eng. Wir brauchen unbedingt wieder einen Bus. Aber diesmal bitte mit Ersatzreifen...

21.10.07 15:50


24. Kapitel

~Laras Sicht~

Ich bin am Meer. Die Sonne scheint warm auf meine Haut. Nach einem langen Tag voller gutaussehender Surfer, die es aber nur anzuschmachten und nicht anzusprechen gilt, da sie meistens strohdoof sind, versinkt die Sonne am Horizont. Langsam taucht sie den Himmel in ein schönes Rot. Ich bin vollkommen entspannt und befreit. Eine kühle Meeresbrise weht mir ins Gesicht und ich bin frei. Einfach frei. Kein Mensch zu sehen, der mich in meinem Frieden auf meiner Decke im Einklang mit der Natur stören kann. Nicht hier. Hier kommt nie jemand her. Keiner außer mir kennt diese Bucht. Sie liegt versteckt und wer sich nicht gern auf Klettertouren durch irgendwelches Gestrüpp einlässt, der hat schlechte Karten sie jemals zu finden.. meine Insel der Ruhe...

Wo zur Hölle bin ich? Oh nein! Deprimiert stelle ich fest, dass ich immer noch im Bus sitze. Alleine! Alleine?! Hey, auf der einen Seite kein schlechtes Wort. Doch, wo sind die anderen Mitfahrer? Und der Fahrer und das laufende Navigationschaos?! Ach verdammt, jetzt muss ich auch noch aufstehen. Keine Lust. Ich mag nicht mehr. Ich steige aus. Also nicht aus dem Auto, sondern, aus der ganzen Sache hier. Sie schaffen es schon allein! Ich will nach Kalifornien zurück! Sonne... Strand.. Meer... Ich recke und strecke mich genüsslich und beschließe, doch mal nach den Anderen zu sehen. Draußen scheint die Sonne hell und klar. Und wir stehen mitten auf einer.. Wiese??? Wie kommen wir denn bitte hierher? Wo ist die Straße? Irgendwo im Hintergrund rauscht ein Fluss. Von den Jungs und Mädels nichts zu sehen. Der Schlüssel vom Auto liegt noch auf dem Fahrersitz. Toll. Mich hätten sie klauen dürfen, oder wie? Danke! Ich schließe das Auto ab und stelle fest, dass der Vorderreifen komplett unbrauchbar ist. Na, mir soll es Recht sein. Vermutlich sind sie auf dem Weg zu einer Tankstelle oder ähnliches. Mich zieht das Wasser an. Ich brauche Wasser um mich rum. Ich habe zwar panische Angst vor dem Ertrinken, seitdem ich einmal fast ertrunken wäre, aber Wasser ist nun einmal mein Element. Komme, was da wolle. Ich setze mich auf einen Felsen und spiele an dem Schlüssel rum. Das Leben ist schon komisch, oder? Müsste ich mich nicht "freuen", weil in meinem Leben aufregende Dinge passieren, von denen andere nur träumen können? Nein, ich komme nach Sam. Ich brauche etwas Normalität in meinem Leben. Doch woher nehmen und nicht stehlen? Im übrigen...
"Laaaaraaaaaaaaa!"
Kiro springt auf mich drauf, ich verliere das Gleichgewicht und wir beide landen im Fluss. Jetzt bin ich wach. Denn das Wasser ist eiskalt, da die Sonne nicht durch das dichte Blätterdach.
"Danke, Kiro."
"Kein Thema. Jederzeit wieder.", sagt er und steht auf und klettert neben dem Felsen wieder hoch. Ich folge ihm. Ich bin nass! Manno! Das heißt, ich darf mich mitten in einem Wald, der schon nach Mörder schreit, trotz des Flußes und so weiter umziehen. Prima. Genau das brauche ich jetzt. Ich will wieder schlafen! Ich heul gleich. Kiro sieht das ganz locker.
"Ich hab sie!", ruft er den anderen fröhlich zu, die in unsere Richtung kommen.
"Wieso bist du nass?", fragt Nina misstrauisch.
"Ich habe sie angesprungen, weil ich mich gefreut hab, dass sie noch lebt und dann sind wir ins Wasser gefallen.", sagt er. Der hat auch keinen Vertrag mit gar nichts. Wenn irgendjemand eifersüchtig wird, habe ich nichts damit zu tun. Ich habe nicht darum gebeten, angesprungen zu werden.
"Wo ward ihr?", frage ich.
"Wir waren uns umsehen. Ob man hier irgendwie übernachten kann. Dort hinten steht eine alte Holzhütte.", berichtet Luminor, während wir wieder Richtung Wagen gehen. Horrorfilmcharakter! Ich wusste es. Wie gut, dass ich den Schlüssel habe und mir gleich trockene Sachen anziehen kann! ... Moment mal! Der Schlüssel! Schnell renn ich zurück zum Felsen und suche diesen vermaledeiten Schlüssel. Auf dem Felsen ist nichts. Also springe ich, wenn ich eh schon nass bin, mal ins Wasser. Doch dort ist nichts. Wie wild durchwühle ich den Schlamm und stehe schließlich bis zum Bauch im Wasser. Nichts. Scheiße!!! Frustriert fahre ich mir durch die Haare und weiß nicht weiter. Ich bin schuldig, schuldig, schuldig! Wir kommen nicht mehr ins unser Auto und zu allem Überfluss sind wir nicht alleine! Strify, Taschi und Miyu, die mir gefolgt sind, stehen am Ufer und gucken mich verwirrt an. Doch bevor ich auspacken muss, sehen wir, wie unser Bus in der Ferne davon fährt... Er fährt?? Mit dem platten Reifen? Die gleiche Frage scheinen sich die am Ufer Stehenden auch zu stellen. Ihre Köpfe wandten sich um, als das Geräusch des startenden Motors ertönte.
"Lasst mich einfach nur hier sterben, okay?", sage ich. Nun ist alles vorbei. Alles. Wir kommen hier nicht weg, wie ich die Vollidioten kenne, laufen sie garantiert in die Richtung des Mörders. Und ich will nicht ermordet werden! Da sterbe ich lieber auf Eigenverantwortung...
"Ehm.. wie konnte der Wagen denn nun fahren?", fragt Strify.
"Entweder durch Magie oder der Mensch, dem du den Ersatzreifen verkauft hast, ist zufällig vorbeigekommen.", sagt Miyu trocken.
"Du hast was?", frage ich irritiert, während ich mich mit meinen triefenden Klamotten zum zweiten Mal den kleinen Abhang hoch hieve.
"Jaah, ist ja schon gut! Hackt alle auf mir rum!", sagt Strify und will gleich wieder schmollen.
"Was wolltest du denn schon wieder im Wasser?", fragt Taschi.
"Ich habe den Schlüssel verloren. Ich hab den Wagen abgeschlossen, dann habe ich damit rumgespielt und dann habe ich beim Fallen wohl irgendwo verloren. Leider war jemand schneller als ich und dieser Jemand ist nun mit unserem Fahrzeug davon gebraust bzw. hat ihn jemand anderem überlassen und rennt noch hier rum und trachtet uns nach dem Leben."
Langsam gehe ich an ihnen vorbei, dem Rest der Gruppe entgegen. Das wird ein hartes Stück Arbeit. Ich will einfach nicht mehr! Aber ich muss und ich sollte und ach... In dem Moment knackt etwas unüberhörbar im Gebüsch! 

21.10.07 14:47


23. Kapitel

~Yus Sicht~

Nun sind wir schon wieder auf dem Weg. Und ich muss fahren. Das finde ich nicht nett. Ich kann doch gar nicht fahren. Oke, ein bisschen.
Langsam wird es wieder hell... Gott sei Dank, denn ich fahre nicht so gerne im Dunkeln, da sehe ich immer nichts.
"Da vorne musst du links abbiegen.", sagt Strify, der neben mir sitzt und mir den Weg weißt. Ich gucke auf die Straße, aber da ist leider keine Möglichkeit, links abzubiegen.
"Strify, ich kann da vorne nicht links abbiegen, da ist keine Straße.", sage ich, so ruhig ich kann. Strify ist so unfähig, Karten zu lesen, das glaubt man kaum.
Strify, der gerade noch in seine Karte gesehen hat, guckt auf.
"Ach was, mach doch einfach. Wenn da kein Weg ist, machen wir uns einfach einen.", meint er. Ich gucke ihn an. Ich glaube, der Kerl dreht langsam ein bisschen durch. Übrigens habe ich den Stern nicht mehr - Mannoo. Das ist auch nicht nett, denn ich möchte auch die Hauptperson in dieser Geschichte sein. Immer hat Shin irgendwelche Schmerzen und hast du nicht gesehen und ich komme dadurch immer zu kurz. Dabei bin ich viel, viel, viel lustiger. Und meine Beziehnung mit Taschi kommt auch nicht wirklich gut zur Geltung. Ich meine, keiner der Leser weiß doch so genau, ob wir nun zusammen sind, oder nicht. Das ist deprimierend.
"Yuhuuu... Jetzt fahr da vorne links. Wir müssen da lang.", nervt Strify. Da ist immer noch kein Weg, aber wenn er meint, dass wir da lang müssen, dann werde ich ihm den gefallen tun. Und am Ende werde ich ihm die Schuld in die Schuhe schieben. Er ist ja auch schuld daran, wenn gleich unser toller Bus im Eimer ist, und wir zu Fuß gehen müssen...
Also biege ich links ab und fahre durch die Wiese, die dort ist ( - wenigstens ist kein Abhang da...)
Keinem fällt es wirklich auf, dass wir nicht mehr auf der Straße fahren, denn alle haben was besseres zu tun: Lara schläft, Shin unterhält sich mit Miyu, Luminor spielt mit Kiro Karten, Taschi liest und Nina... Nina spielt irgendein Game Boy spiel, so wie es aussieht... Toll... Wir verfahren uns total und die merken nichts. Die wissen doch mittlerweile ganz genau, dass weder Strify noch ich, wirklich zurechnungsfähig sind. Die können uns doch mit so was nicht alleine lassen... Tzee.. Da merkt man mal wieder, wie unwichtig ich in dieser Geschichte bin. Ich fühle mich benachteiligt, wirklich. Ich sollte auf die böse Seite wechseln, dann habe ich sicher eine größere Rolle... Weil die, die böse werden, die werden auch mehr erwähnt...
Aber wenn ich mir das so recht überlege, dann habe ich es ja noch ganz gut. Luminor kommt immer erst ins Spiel, wenn es einem der anderen oder auch mal mir, schlecht geht. Und eine Freundin (oder auch einen Freund, jeh nachdem...) bekommt der arme Kerl auch nie ab. Das ist voll traurig, wie ich finde... Der arme Mensch...
Ich denke weiter so darüber nach, als der Bus plötzlich ziemlich wackelt. Alle sehen auf. Nun haben sie doch endlich mal was gemerkt, wie mir scheint. Nur Lara schläft seelenruhig weiter. Ich glaube, das ist nicht gut, dass sie weiter schläft. Ich habe so das Gefühl, dass sie nicht sie selbst ist. Es ist Zeit, jetzt anzuhalten, nicht nur, weil etwas mit der Lara nicht stimmt, sondern auch, weil wir, glaube ich, einen Platten haben. Na prima... Strify ist schuld!
"Yu, warum halten wir?", fragt Kiro und gähnt.
"Weil... Strify ist schuld.", sage ich.
Dieser sieht mich mit großen Augen an.
"Was kann ich denn dafür, wenn DU anhälst?", fragt er.
"Tja, so wies aussieht, hat der Bus nen Platten, und das wäre alles nicht passiert, wenn du mich nicht hier in die Pampa geschickt hättest.", meine ich bestimmend.
"Wa.. Du spinnst ja. Ich kann doch nichts dafür, wenn du so blöd zum Autofahren und zum Links abbiegen bist.", faucht Strify mich an und zerknüllt dabei die Karte, die wir eventuell noch gebraucht hätten. Na ja, solange Strify sie liest, hilft sie uns auch nicht viel...
"Zeig jetzt mal her.", sage ich und reiße ihm die Karte aus der Hand. Aha. Na toll.
"Du Idiot. Ist dir nicht aufgefallen, dass du sie falsch herum gehalten hast?", frage ich sauer.
Strify guckt mich mit großen Augen an.
"Das... das ist unmö... nein, das geht gar nicht.", meint er und wird rot.
"Doch, geht wohl. Du Depp! Toll... Jetzt haben wir einen Platten, sitzen in der Pampa fest, und haben eine Lara, die nicht aufwacht.", fauche ich.
Alle gucken daraufhin zu Lara, die tatsächlich noch schläft. Toll... Keiner hat was gemerkt. Die haben auch wieder mal nichts besseres zu tun, als sich um sich selbst zu kümmern. Tzee... Ich bin der Meinung, dass ih wirklich in die Hauptrolle passe... Guckt nicht so! Ich bin gar nicht eingebildet...
"Und was machen wir nun?", fragt Kiro hilflos.
"Den Reifen wechseln.", kommt Luminor mit der Antwort. Gute Idee an sich.
"Oke, dann steigt alle aus.", befehle ich und will schon aufstehen, als Strify sich räuspert.
"Ich fürchte, das ist unmöglich.", meint er und wird mal wieder rot. Alle sehen ihn fragend an.
"Tja, also wisst ihr... ich fürchte, wir haben keinen Ersatzreifen."
"Wie, wir haben keinen Ersatzreifen? In jedem normalen Wagen, ist doch ein Ersatzreifen.", mischt sich Nina ein.
"Ja... Wenn man ihn nicht vorher raus tut, wäre da auch einer drinn.", sagt Strify und sieht schuldbewusst zu Boden. Das ist jetzt nicht sein ernst.
"Wieso, in drei teufelsnamen, klaust du jetzt schon Reifen?", fragt Luminor und ist gespannt auf die Antwort.
"Ähm... Ja, wisst ihr... Also... Den Reifen hab ich gar nicht geklaut... Ich... wollte nur Platz schaffen für... für unser Gepäck.", stottert er.
"Und was hast du mit dem Reifen angestellt?", frage ich.
"Ich... hatte keinen Platz dafür in unserem Haus... Also hab ich ihn verkauft.", sagt er.
Na ganz prima. Jetzt sitzen wir hier in der Pampa, mit einem Platten, einer schlafenden Lara und ohne Reifen... Toll... Das erinnert mich doch irgendwie an "The hills have eyes", nur das hier keine Hügel sind. Aber es ist trotzdem unheimlich. Strify ist so ein Idiot. Und was tun wir nun??? Eine rettende Idee muss her...

21.10.07 13:47


22. Kapitel

~Kiros Sicht~

"Shin! Shin! Was ist passiert?" Höre ich eine Stimme, die Miyu gehört. Wie lange haben wir ihre Stimme nicht mehr gehört? Ewigkeiten scheint es her zu sein.
Was machen wir eigentlich schon wieder auf einem Parkplatz? Die Anderen wollten unbedingt anhalten. Und wir haben Shin alleine gelassen. Er wollte nicht mit oder wollten wir ihn nicht mitnehmen?! Autofahren scheint mich mehr zu belasten, als ich mir denke, denn ich weiß nichts. Ich bin vollkommen uninformiert.
"Es... ich wurde angegriffen." murmelt Shin. Er zittert am ganzen Körper.
"Was? Von wem?" fragt Luminor empört. Diese Frage ist gut. Wir sind schon von so vielen Viechern angegriffen worden, dass diese Frage sich wohl wirklich stellt. Wer oder was greift unseren Shin an?
"I... ich wars." sagt er.
"Wer greift sich denn selbst an?" fragt Yu und kratzt sich am Kopf. Taschi verpasst ihm einen Schlag auf den Hinterkopf. Soll ja das Denkvermögen erhöhen, aber ich denke, das hat bei Yu nicht mehr viel Effekt.
"Dieses böse Ding! Der böse Shin! Der, den wir für Shin gehalten haben!" sagt sie.
"Ich nicht." sagt Lara triumphierend.
"Jaaaah du bist die Größte, wir habens kapiert." sagt Strify sarkastisch und verdreht die Augen.
"Was hat er denn getan?" fragt Luminor weiter.
"Er wollte mich erwürgen." sagt Shin leise.
"Das verstehe ich nicht." sagt Lara.
"Was gibt es denn daran nicht zu verstehen?" frage ich, um mich auch mal reinzubringen.
"Na ja. Dieses Vieh ist bei uns im Flur einfach... verpufft?! Ist er verpufft?! Ich erinnere mich nicht mehr, aber auf jeden Fall ist er sehr mächtig. Wieso kommt er dann her, um Shin zu erwürgen, wenn er doch die Macht besitzt, ihn mit einer Handbewegung aus soundso vielen Kilometern Entfernung..." Sie bremst sich. Gott sei Dank. Shin steht da und scheint am liebsten weglaufen zu wollen. Was er auch tut! Mit einem Affenzahn (ich finde es lustig, dass neuerdings immer das Wort "Affe" in diesen Geschichten fällt) rauscht Shin ins Dunkle ab.
"Rennt ihm nach!" befiehlt Lara und der Rest von Cinema Bizarre, also wir, rennen in Richtung Shin. Yu rennt voraus und schneidet Shin den Weg ab.
"Shin! Shin! Beruhige dich! Lass Lara doch, die ist dumm!" sagt er. Strify räuspert sich, wird aber nicht beachtet. Immerhin sagt Yu das auch nur, um Shin zu beruhigen.
"Aber sie hat bestimmt Recht! Ich habe etwas gespürt aber ich hatte keine Angst.. ich meine.. ich war es doch, oder nicht? Würde ich mir etwas antun wollen??? Würde ich?? Ich weiß es nicht! Ich weiß nicht, wer ich bin!!! Ich weiß nicht mal mehr genau, wer ihr seid, ich vertraue nur meinem Gefühl, das mir sagt, dass man euch vertrauen kann und dann gerate ich in Gefahr???" Shin ist sehr aufgebracht, wie ich feststellen muss und lässt sich frustriert auf den Boden plumpsen. Was tun wir dagegen? Luminor übernimmt das. Wenn wir Luminor nicht hätten. Er kniet sich neben Shin und beginnt, ihm mit seinem ruhigen Tonfall seine Vergangenheit zu erzählen. Das wäre eigentlich schon längst fällig gewesen. Shin hört ihm aufmerksam zu.
"Und wo ist dieser Stern nun?" fragt Shin.
Yu reagiert nicht.
"Yu, der Stern." Strify piekst ihm mit einem Stock vom Boden, den er aufgehoben hat und ihn benutzt wie seinen Stock von damals. Vermutlich hat die Geschichte ihn dazu bewogen. Das Schicksal seines Stockes im ersten Teil hat ihn hart getroffen. Es ist, als würde man einen besten Freund verlieren. Immerhin hatte dieser Stock menschliche Züge. Er konnte starren! Egal, zurück zum Thema!
Yu grunzt kurz und rückt den Stern raus, den er die meiste Zeit verwahrt hat. Shin nimmt ihn und betrachtet ihn. Dann grinst er. Wirklich, er grinst! Eine Träne rinnt ihm die Wange hinab und er fällt uns allen um den Hals.
"Danke." sagt er leise und wischt die Träne verstohlen weg.
"Gehen wir zurück?" fragt Strify, der mit seinem Stock vorangeht. Ich glaube, er hat gar nicht bemerkt, dass er ihn mitgenommen hat. Kaum sind wir angekommen, gucken die Mädels uns neugierig entgegen und Miyu läuft auf Shin zu und umarmt ihn.
"Mach das nie nie nie nie nie nie wieder!" sagt sie.
"Ich liebe dich." flüstert Shin ganz ganz leise und scheint über seine Worte erst verwundert. Ich glaube, es war sein Herz, das gesprochen hat. Als mein Blick zur Seite schwenkt sehe ich Strify dort mit seinem Holzast stehen und posieren, als wäre er Mr. Omnipotent. Ich kann nicht anders, ich lache mich weg.
"Was denn?" fragt dieser ein wenig beleidigt.
"Du siehst... einfach... toll aus." sage ich und versuche mir das Lachen zu verbeißen.
"Oh ja. Wie ein alter Wanderer. So ein Almöhi oder so." sagt Lara trocken.
"Ich seh aus wie ein alter Mann???" fragt Strify entgeistert. 
"Grad schon." mischt sich auch Nina in das Gespräch mit ein. Dabei fällt mir auf, dass unsere Beziehung immer viel zu kurz kommt. Das hat aber den Grund, dass wir unsere Beziehung nicht auf einem Silbertablett präsentieren. Denn das ist unsere Beziehung! Die gehört uns! Und wir sind glücklich. Bäm. Das muss euch an Informationen reichen. 
Yu, der nun fährt, streitet sich gerade mit Strify über seine neue Errungenschaft -den Stock. Da Strify das Navigationsgerät spielen soll (das kann was werden! Ob der Karten lesen kann?! Man wird sehen!), will Yu nicht, dass er diesen dämlichen Stock mitnimmt, da er Angst hat, dass diese unförmige und dreckige Ding ihm die Augen aussticht. Schließlich schmeißt Strify ihn schmollend weg und setzt sich ins Auto. Wir anderen folgen. Die aufregende Reise geht weiter!     

21.10.07 13:12


21.Kapitel

~Bad Shins Sicht~

Nachdem ich mich ausgibig von den Eskapaden der letzten Tage erholt habe - Ich hoffe ihr erinnert euch noch daran, dass ich von Lara fertig gemacht worden bin, ansonsten ist mir das auch egal! - habe ich meine Suche fortgesetzt. Ich weiß nämlich nun, dass Lara nicht meine bessere Hälfte sein kann... Ich habe für einen Augenblick in ihre Gedankenwelt gesehen und musste feststellen, dass sie nicht das ist, wonach ich gesucht habe... Aber jetzt bin ich auf dem besten Wege es zu finden...
Ich bin gerade an der Quelle, die diese Sekte, die mich erschaffen haben, von denen übrigens nicht mehr viel übrig ist, was hier viel zu selten erwähnt wird, als Kraftquelle missbraucht haben. Aber nun ist sie zerstörrt und ich denke, ich weiß, wer es war. Wie gesagt, ich bin auf dem besten Wege, ES zu finden. Also meine bessere Hälfte. Ich bin mir sicher, dass er oder sie, oder wie auch immer, wieder zu den Affen gestoßen ist. Denn neuerdings sehe ich Bilder, die nicht aus meinen Erinnerungen stammen...
Jetzt müsste ich mich mal entscheiden, in welche Richtung ich gehe...
Rechts? Links? Grade aus?
Ich entscheide mich für Links, weil ich glaube, dass dort die Lösung meines Problems liegt...
Ich laufe und laufe, und spüre, wie ich der Quelle der Magie, die diese Affen irgendwie um sich herum haben, näher kommt. Oder so ähnlich. Jedenfalls bin ich auf dem richtigen Weg. Ich werde sie vernichten und dann steht mir nichts mehr im Weg, die Welt zu vernichten.
Nach einer Weile, in der ich stur gerade aus laufe, komme ich auf einen Parkplatz. Es ist dunkel, sehr dunkel, was natürlich daran liegt, dass ich es so will...
Der Van der Affen steht dort. Ich bin an meinem Ziel angekommen. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wer meine bessere Hälfte ist...
Aber irgendwie sehe ich niemanden, außer einen blonden Jungen, der definitiv vorher nicht dabei gewesen ist. Und er sieht mir ziemlich ähnlich... Oder besser gesagt; ich sehe ihm ähnlich.
Ich gehe auf ihn zu, er bemerkt mich nicht; wird er aber spätestens dann tun, wenn ich ihn töte...
Ich stehe nun direkt hinter ihm... Vielleicht sollte ich mal auf mich Aufmerskam machen. Ich räuspere mich. Er dreht sich um und sieht mich mit großen Augen an.
Ich verschwende keinen Augenblick mehr, packe ihn am Hals und hebe ihn hoch, drücke zu. Er sieht mich ängstlich an, versucht aber nicht, sich zu wehren. Damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet. Ich dachte, ich würde auf heftigen Widerstand treffen. Was auch sehr setlsam ist; keiner der Anderen ist da, um ihm zu helfen. Ich finde es wirklich mehr als merkwürdigt... Nicht, dass das hier eine Falle ist. Das fände ich nicht so nett.
Ich drücke fester zu, und noch immer wehrt er sich nicht. Er schließt lediglich schmerzverzehrt seine Augen... So macht das aber gar keinen Spaß. Ich will wenigstens, dass er schreit, oder um sein Leben bettelt... Aber er tut nichts dergleichen.
Selbst, als ich noch fester zupacke, schreit er nicht und wehrt sich nicht. Er zappelt zwar, aber er tut nichts, um sich zu befreien. Ich will nicht, dass er nichts tut...
Er fängt langsam an, seltsame Geräusche zu machen... Kein Wunder, er bekommt ja auch keine Luft mehr, aber er schreit noch immer nicht...
Sein Gesicht ist schmerzverzehrt und Tränen laufen ihm über die Wange. Ich weiß nicht, was mit mir los ist, aber ich kann das nicht mit ansehen...
Letztendlich lasse ich ihn los. Er fällt auf den Boden, und bleibt dort hocken. Er schnappt nach Luft, wie ein Fisch, der nicht mehr im Wasser ist... Ich kann kaum glauben, was ich im Moment fühle... Es ist sowas wie... wie Mitleid. Ich schüttle den Kopf und räume fürs erste das Feld. Das ist mir zu viel...
20.10.07 11:05


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